2500 km mit der Yamaha Ténéré 700 auf Strasse und Gelände

 

MG 9282

 

Am Mittwoch, 26. August durfte ich bei Motorama Holenstein in Bazenheid eine Yamaha Ténéré 700, aufgerüstet mit dem Explorer-Paket, abholen. Die Mission: Hardalpi Sanremo - Sestriere Extreme.

 

Die Hardalpi ist eine touristische Veranstaltung ohne Zeitmessung, befahren werden Nebenstrassen und Schotterpisten in den italienischen Seealpen. Etwas verschärft touristisch ist die Hardalpi dann doch, vor allem die längste Strecke, genannt Extreme: 920 km, 60 % Schotter, Start Freitag, 4. September um 23 Uhr in Sanremo, erwartete Ankunft in Sestriere Sonntag, 6. September irgendwann Nachmittags, auf jeden Fall vor 18.00 Uhr. Gefahren wird in Teams von drei oder vier Fahrern nach GPS-Track.

 

Alles scheint bestens, meine Teamkollegen Willy Schleeh und Thomas Ringler sind auch bereit. Da verletzt sich Willy beim Trialfahren am Schienbein. Keine Chance, mit der genähten und entzündeten Wunde die Hardalpi zu fahren, und keine Chance, so kurzfristig einem Töffkollegen zu überreden, sich eine Tour von  36 Stunden nonstop anzutun.

 

So starten Thomas und ich als Zweierteam. Was wir alles erlebt haben, wie wir drauf waren, wann wir unsere Sinnkrisen hatten, das alles könnt ihr lesen in einem der nächsten Nummern des Motorradmagazins MO. Einen Kurzbericht findet ihr schon mal hier:

 

https://www.speedweek.com/katalog/news/164595/Hardalpitour-2020-Heute-gehn-wir-nicht-ins-Bett.html

 

Keine Durchhänger zeigte die Yamaha Ténéré 700. Der Zweizylindermotor zeigt sich viel gutmütiger als ein Einzylinder, abwürgen geht fast nicht. Die Leistung reicht locker, viel entscheidender sind die Offroad-gerechten Radgrössen und die einstellbaren Federelemente. Und schön ist sie auch noch, darum hab ich Sorge getragen und sie nicht in einziges Mal hingelegt.

 

Zum Start nach Sanremo und nach der Hardalpi von Sestriere wieder zurück in die Schweiz sind wir mit den Töff gefahren. Der Metzeler Karoo 3 erwies sich als idealer Reifen für eine Kombination von Anforderungen, die eigentlich fast unerfüllbar ist: Von der Kletterei über lose Felsbrocken bis zur Eilfahrt auf der Autobahn war alles dabei an diesem verlängerten Wochenende. Ebendieses Einsatzspektrum meisterte auch die Ténéré bravourös. Mit der Ur-Ténéré wären so schnelle Autobahnetappen niemals möglich gewesen.

 

Am Freitag, 11. September lieferte ich die frisch gewaschene Ténéré wieder beim Motorama-Team in Bazenheid ab. Mit 2500 km mehr auf dem Tacho.